Feuer in den Alpen in der Nacht vom 8. auf den 9. August 2020

Immer am 2. Augustwochende
Mit diesen solidarischen Hoehenfeuern wird seit 1988 alljaehrlich ein internationales Zeichen gesetzt fuer die Erhaltung des natuerlichen und kulturellen Erbes des Alpenraumes sowie gegen die Zerstoerung des Oekosystemes Alpen. Stichworte: Transitverkehr, Pumpspeicherseen, harter Massentourismus, Waldsterben, bedrohte Berglandwirtschaft und Kulturlandschaft, Zerstoerung der Lebensraeume fuer Mensch und Tier, Luft- und Wasserverschmutzung.

Die Hoehenfeuer sollen AlpenbewohnerInnen Mut machen, sich fuer eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen zu engagieren.

Zukunft der Alpen: Qualitaet vor Quantitaet
Grossinvestionen im Tourismus- und Energiebereich haben im gesamten Alpenraum Hochkonjunktur. Grosse Skigebietszusammenschluesse und Neuerschliessungen sind zur Zeit in vielen Skidestinationen aller Alpenlaendern in Planung. Diese Vorhaben sind eine grosse Belastung fuer die Umwelt in Bezug auf Verkehr, Landschaft und Biodiversitaet. Trotzdem werden sie oft euphorisch begruesst und auch finanziell von der oeffentlichen Hand unterstuetzt, obwohl bekannt ist, dass insbesondere der Wintertourismus ruecklaeufig ist. Es herrscht ein inneralpiner Verteilungskampf. Nachhaltige Alternativen des Natur- und Kulturtourismus werden dagegen nur halbherzig unterstuetzt. Mit der an sich begruessenswerten Energiewende besteht ebenfalls die Gefahr, dass die letzten unberuehrten Landschaften geopfert werden. Sehr sensible Landschaften werden dadurch irreversibel zerstoert.

Die Alpen jedoch bieten unzaehlige Entdeckungen: Sie sind ein einzigartiger Kultur- und Naturraum. In den verschiedenen Taelern sind durch unterschiedliche Kulturen und Bewirtschaftungsformen regionaltypische Braeuche, Baukulturen und Kulturlandschaften entstanden. Beim Wachstums- und Erlebnistourismus rueckt dieser typische, unverwechselbare Raum in den Hintergrund und wird damit austauschbar. Mit der einseitigen Ausrichtung auf austauschbare Erlebnisse steuern die Alpendestinationen in eine Sackgasse. Die Alpen sind Spektakel genug und beduerfen keiner Inszenierung. Vielmehr verdienen sie Besucherinnen und Besucher, welche die Landschaft sehen und erleben wollen und nicht nur den Adrenalinkick suchen.

Broschuere
Im Freizeittourismus braucht es ein Umdenken. Laengerfristig funktionieren vor allem Angebote, welche lokale Besonderheiten staerken. In der reich bebilderten Broschuere werfen wir mit spannenden Artikeln und Statistiken einen kritischen Blick auf die Moeblierung der Landschaft in den Schweizer Bergregionen.

--> Publiziert 2018. Die Broschuere ist auch als PDF verfuegbar
--> Mehr Informationen zu den "Feuer in den Alpen" im 2020
--> Die Geschichte von "Feuer in den Alpen" seit 1986 bis 2019

 

Neuigkeiten vom 20.8.2020

Liebe Feurige
Herzlichen und solidarischen Dank aus dem Alpennetzwerk euch allen!

Es wurden wieder mehr Feuer organisiert als angemeldet. Im 2020 wurden 15 angemeldete Feuer in drei Alpenlaendern in Slowenien, Oesterreich und der Schweiz entzuendet. Viele waren Traditionsfeuer. Leider funktioniert unser Homepage www.feuerindenalpen.com ab August 2020 zeitweise nicht mehr! Sie ist technisch veraltet und sie war schon lange eigentlich nur noch Kult - seit ueber 20 Jahren!

CIPRA Schweiz wird sich gemaess Geschaeftsleiter Hans Weber voraussichtlich eine neue Website zulegen und auch ab 2021 weiterhin Feuer in den Alpen organisieren. Der entsprechende Vorstandsbeschluss steht noch aus. Vorbehaeltlich des Auftrages durch CIPRA Schweiz werde ich mich im April 2021 wieder mit einem 1. Rundmail fuer Feuer in den Alpen am 14. August 2021 mit einem Aufruf melden.

Bis dahin euch allen eine lebenswerte Zeit trotz Coronavirus in unserem gemeinsamen Alpenraum.

Feurig gruesst

Stefan Grass
Koordinator von Feuer in den Alpen
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stefangrass@bluewin.ch
++41 81 250 67 22

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