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Koordination von Feuer in den Alpen
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Von einmal 1000 Feuern zu heute 1000 Aktiven

--> Zusammenfassender Text zur Feuer in den Alpen von Stefan Grass im Buendner Tagblatt (07.07.2017)

 

Medienmitteilung zu Feuer in den Alpen am 8.8.2020

Tourismus nach Corona: Erholung vor der eigenen Haustuere statt Grossprojekte in den Alpen
Gemeinsame Medienmitteilung CIPRA Schweiz, Mountain Wilderness (MW), Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) am 6.8.2020

Ein Paradigmenwechsel im Tourismus ist dringend noetig: Die Corona-Pandemie hat verdeutlicht, wie anfaellig und zukunftslos der auf die Fernmaerkte ausgerichtete Massentourismus ist. Touristische Grossprojekte, welche Natur und Landschaft zerstoeren, duerfen nicht weiter gefoerdert werden. Ein sanfter Tourismus im Mittelland schützt die Umwelt und entlastet den Alpenraum. Das diesjaehrige "Feuer in den Alpen" der Alpenschutzorganisationen CIPRA, MW und SL findet deshalb am 8. August nicht in den Alpen statt, sondern mit Blick auf die Alpen auf dem Bantiger.

Ein sanfter Tourismus im Mittelland schuetzt die Umwelt

Der Ort fuer das "Feuer mit Blick auf die Alpen" liegt nur sieben Kilometer vom Zentrum von Bern entfernt. Der Bantiger ist ein grosses, wildes Naherholungsgebiet."Wir wollen damit auf den positiven Erfahrungen aus dem Lockdown aufbauen: Die Menschen haben die Schoenheiten in ihrem Wohnumfeld wiederentdeckt", erklaert Franziska Grossenbacher von der SL. Wenn sich die Leute vor der eigenen Haustuere erholen koennen, verreisen sie weniger oft. Dies wirkt sich positiv auf die Umweltbilanz aus, denn 80% der CO2-Emmissionen im Tourismus gehen zu Lasten der Anreise. Gleichzeitig werden dadurch die hochfrequentierten Tourismusorte in den Voralpen und Alpen entlastet. Auch im Mittelland muss dem Erholungsdruck Beachtung geschenkt werden. Wichtig ist, die Besuchenden auf ein respektvolles Verhalten hinzuweisen.

Touristische Grossprojekte haben ausgedient

Ein Umdenken ist dringend noetig: Tourismusdestinationen, die ihre kostspielige Infrastruktur mit einer moeglichst hohen Besucherfrequenz amortisieren muessen, leiden am meisten unter der Corona-Pandemie und der Klima-Krise. Die Foerderung von touristischen Grossprojekten, welche die Natur und Landschaft zerstoeren, ist nicht zeitgemaess. Es kann heute nicht mehr darum gehen, immer mehr Leute immer schneller in und auf die Berge zu bringen. "Die letzten Gebiete mit hoher Wildnisqualitaet im Alpenraum muessen erhalten werden", sagt Sebastian Moos von MW. Ein weiteres quantitatives Wachstum mit Blick auf die Fernmaerkte ist nicht zukunftsfaehig und zerstoert letztlich die Grundlagen eines erfolgreichen, qualitativ hochstehenden Tourismus.

Kontakt:

Franziska Grossenbacher, stv. Geschaeftsleiterin Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, +41 76 304 43 58, f.grossenbacher@sl-fp.ch

Hans Weber, Geschaeftsleiter CIPRA Schweiz, +41 79 699 29 33, schweiz@cipra.org

Sebastian Moos, Mountain Wilderness Schweiz, +41 79 589 60 72, sebastian.moos@moutainwilderness.ch

HInweis:

Jeweils am zweiten August-Wochenende brennen die "Feuer in den Alpen". Seit 32 Jahren treffen sich Aktive bei den traditionellen Hoehenfeuern im gesamten Alpenraum von Slowenien bis in die Schweiz. Mit den solidarischen Feuern wird alljaehrlich ein eindrueckliches Zeichen gesetzt fuer die Erhaltung des natuerlichen und kulturellen Erbes des Alpenraums. Dieses Jahr mahnen sie an den Schutz von Raeumen hoher Natur- und Landschaftsqualitaet vor zerstoererischen Grossprojekten und an die Bedeutung der Naherholung.

--> Die Medienmitteilung von CIPRA Schweiz und Co. als PDF